Fermentierte Erbsenschoten bringen knackige Frische und probiotische Power auf deinen Teller – ein einfaches Ferment, das in wenigen Tagen entsteht und deinen Darm mit lebenden Kulturen versorgt. Du brauchst nur frische Zuckerschoten, Salzlake und ein paar Gewürze, alles in einem Glas, wenig Aufwand und kein Kochen. Nach drei bis fünf Tagen Fermentation bei Raumtemperatur hast du einen knackigen, leicht säuerlichen Snack, der sich perfekt zu Salaten, Bowls oder pur zwischendurch macht.
Fermentierte Erbsenschoten
Zutaten
Methode
- Zuckerschoten waschen, Enden abschneiden und in ein sauberes Einmachglas (ca. 750 ml) schichten.
- Knoblauchzehen schälen und halbieren, Dillzweige waschen. Beides zusammen mit den Pfefferkörnern zu den Schoten ins Glas geben.
- Wasser abkochen, abkühlen lassen und das Salz darin auflösen (2 % Salzlake: 10 g Salz auf 500 ml Wasser). Die Lake über die Schoten giessen, bis alles bedeckt ist.
- Ein kleines Gewicht (z. B. ein sauberes Glas oder einen Fermentationsstein) auf die Schoten legen, damit sie unter der Lake bleiben. Glas mit einem Deckel locker verschliessen oder mit einem Tuch abdecken.
- Bei Raumtemperatur (18–22 °C) drei bis fünf Tage fermentieren lassen. Täglich probieren: Sobald die Schoten angenehm säuerlich schmecken und noch knackig sind, Glas fest verschliessen und in den Kühlschrank stellen. Dort halten sie sich vier bis sechs Wochen.
Notizen
Warum fermentierte Schoten deinem Darm guttun
Fermentierte Erbsenschoten liefern pro Portion etwa 45 kcal, 2 g Eiweiss, 8 g Kohlenhydrate (davon 4 g Zucker aus der Schote selbst), 0 g Fett und 3 g Ballaststoffe. Der eigentliche Star sind die Milchsäurebakterien, die während der Fermentation entstehen: Sie besiedeln deinen Darm, unterstützen die Verdauung und stärken die Darmbarriere. PubMed zeigt, dass fermentierte Lebensmittel die Mikrobiota-Vielfalt erhöhen und Entzündungsmarker senken können. Die Ballaststoffe in den Schoten dienen den Bakterien als Futter – eine perfekte Symbiose für deine Darmgesundheit.
Der Trick für knackige Fermente
Damit die Erbsenschoten knackig bleiben und nicht matschig werden, ist die Salzkonzentration entscheidend: 2 % Salz bezogen auf das Gewicht der Lake (20 g Salz auf 1 Liter Wasser) reichen aus, um schädliche Keime zu hemmen, ohne die Milchsäurebakterien zu bremsen. Verwende unbehandeltes Meersalz oder Steinsalz ohne Jod und Rieselhilfen – Jod kann die Fermentation stören. Halte die Schoten mit einem Gewicht (z. B. einem kleinen Glas oder Fermentationsstein) unter der Lake, damit kein Schimmel entsteht. Nach drei Tagen probierst du: Schmeckt es angenehm säuerlich und noch knackig, ab in den Kühlschrank – dort stoppt die Fermentation und die Schoten halten sich vier bis sechs Wochen.
Varianten und Servierideen
Du kannst die Erbsenschoten pur snacken, in Salate schneiden oder als Topping auf Hüttenkäse mit Tomaten oder Kräuterquark mit Pellkartoffeln geben – die säuerliche Note passt perfekt zu cremigen, proteinreichen Gerichten. Für mehr Würze fügst du der Lake Knoblauchzehen, Pfefferkörner, Senfkörner oder frischen Dill hinzu. Wer es scharf mag, gibt eine halbe Chilischote dazu. Die Lake selbst kannst du nach der Fermentation als probiotischen Shot trinken oder als Basis für Salatdressings verwenden – nichts verschwenden, alles nutzen.
Wie lange dauert die Fermentation?
Bei Raumtemperatur (18–22 °C) sind fermentierte Erbsenschoten nach drei bis fünf Tagen fertig. Im Sommer geht es schneller, im Winter etwas langsamer. Probiere täglich: Sobald der Geschmack angenehm säuerlich ist und die Schoten noch Biss haben, stellst du das Glas in den Kühlschrank.
Muss ich die Schoten vorher blanchieren?
Nein, die Erbsenschoten kommen roh in die Lake – das Blanchieren würde die natürlichen Enzyme und Bakterien auf der Schale zerstören, die für die Fermentation wichtig sind. Wasche sie einfach gründlich und schneide die Enden ab, dann ab ins Glas.
Fermentierte Erbsenschoten sind dein Einstieg in die Welt der Fermentation – einfach, gelingsicher und unglaublich vielseitig. Probier’s aus und entdecke, wie gut selbstgemachte Fermente schmecken können.





