Kimchi selber machen bringt dir nicht nur ein probiotisches Powerhouse auf den Teller, sondern auch den unvergleichlichen Geschmack fermentierter Kohlblätter mit feuriger Würze. Alles in einem Glas – und nach ein paar Tagen Geduld hast du eine Beilage, die Monate haltbar ist und deinen Darm mit lebenden Kulturen verwöhnt. Klingt aufwendig? Ist es nicht: Chinakohl, Salz, Chili und ein paar Gewürze reichen völlig.
Kimchi Grundrezept
Zutaten
Methode
- Chinakohl vierteln, den Strunk entfernen und in mundgerechte Stücke schneiden.
- Kohlstücke in eine große Schüssel geben, mit Meersalz bestreuen und gründlich mit den Händen durchkneten, bis der Kohl weich wird. 2 Stunden bei Raumtemperatur ziehen lassen.
- Kohl kurz unter kaltem Wasser abspülen, gut abtropfen lassen und überschüssiges Wasser ausdrücken.
- Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken oder reiben. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.
- In einer kleinen Schüssel Gochugaru, Knoblauch, Ingwer, Fischsauce (oder Sojasauce) und Zucker zu einer Paste verrühren.
- Gewürzpaste unter den abgetropften Kohl heben, bis alles gleichmäßig verteilt ist. Frühlingszwiebeln untermischen.
- Kimchi fest in ein sauberes Glas (ca. 1,5 l) drücken, sodass keine Luftblasen bleiben und die Lake den Kohl bedeckt. Oben etwa 2 cm Platz lassen.
- Glas mit einem Deckel locker verschließen und bei Raumtemperatur (18–22 °C) 2–5 Tage fermentieren lassen. Täglich kurz öffnen, um Gase entweichen zu lassen, und probieren.
- Sobald das Kimchi angenehm säuerlich schmeckt, Deckel fest verschließen und im Kühlschrank lagern – dort hält es sich 3–6 Monate. Immer mit sauberem Besteck entnehmen, damit es nicht schimmelt.
Notizen
Warum Kimchi deinem Körper guttut
Fermentierter Chinakohl liefert pro 100 g nur etwa 15 kcal, dafür aber reichlich Vitamin C, Ballaststoffe und probiotische Milchsäurebakterien, die während der Fermentation entstehen. Eine Portion (etwa 100 g) bringt dir rund 2 g Ballaststoffe und unterstützt deine Darmflora aktiv. Studien zeigen, dass fermentierte Milchprodukte und fermentiertes Gemüse die Darmgesundheit fördern und den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen können – PubMed. Der Trick: Lass das Kimchi bei Raumtemperatur fermentieren, bis es angenehm säuerlich schmeckt, und lagere es dann kühl – so bleiben die lebenden Kulturen erhalten. Erhitze es niemals stark, sonst gehen die Probiotika verloren.
Die wichtigsten Zutaten und ihre Rolle
- Chinakohl: Die Basis, liefert Ballaststoffe und wird durch Salz und Fermentation knackig-sauer.
- Meersalz: Entzieht dem Kohl Wasser, schafft die richtige Umgebung für Milchsäurebakterien und verhindert Fäulnis.
- Gochugaru (koreanische Chiliflocken): Bringt die typische Schärfe und Farbe, enthält Capsaicin, das den Stoffwechsel ankurbelt.
- Knoblauch und Ingwer: Sorgen für Tiefe im Geschmack und wirken antimikrobiell – perfekt für die Fermentation.
So gelingt die Fermentation zu Hause
Schneide den Chinakohl in mundgerechte Stücke, massiere ihn gründlich mit Salz und lass ihn 2 Stunden ziehen, bis er weich wird. Spüle ihn kurz ab, presse das Wasser aus und vermische ihn mit der Gewürzpaste aus Chili, Knoblauch, Ingwer, Frühlingszwiebeln und etwas Fischsauce oder Sojasauce. Fülle alles fest in ein sauberes Glas, drücke es gut an, sodass keine Luftblasen bleiben, und lass es bei Raumtemperatur 2–5 Tage stehen. Öffne das Glas täglich kurz, um Gase entweichen zu lassen. Sobald es dir sauer genug schmeckt, ab in den Kühlschrank – dort hält es sich locker 3–6 Monate.
Wie lange ist selbstgemachtes Kimchi haltbar?
Im Kühlschrank bleibt dein Kimchi 3–6 Monate frisch und wird mit der Zeit sogar intensiver im Geschmack. Achte darauf, dass es immer von Lake bedeckt ist und verwende sauberes Besteck, um es zu entnehmen – so vermeidest du Schimmel.
Kann ich Kimchi auch ohne Fischsauce machen?
Ja, ersetze die Fischsauce einfach durch Sojasauce oder eine Prise Algenblätter für Umami. Das Kimchi wird dann vegan und schmeckt trotzdem herrlich würzig.
Mehr Inspiration für fermentierte Leckereien und gesunde Snacks findest du in unseren Ernährungs-Tipps. Probier auch den Kalorienrechner aus, um deine Mahlzeiten zu planen, oder nutze das Ernährungstagebuch, um deine Fortschritte festzuhalten.





