Der Juni läutet den Sommer ein – und mit ihm kommen Erdbeeren in Hülle und Fülle, die ersten süßen Kirschen und knackiges Gemüse, das nach Sonne schmeckt. Jetzt ist die perfekte Zeit, um sich durch die Vielfalt der regionalen Märkte zu probieren und den Körper mit allem zu versorgen, was er für warme Tage braucht. Lass uns gemeinsam schauen, welche Stars jetzt in die Tasche gehören.
Erdbeeren – der ungeschlagene Sommerklassiker
Von Anfang Mai bis Ende Juli kannst du dich auf heimische Erdbeeren freuen, doch der Juni ist ihre absolute Hochsaison. Mit nur 32 Kilokalorien pro 100 Gramm liefern sie ordentlich Vitamin C – satte 65 Milligramm stecken in einer kleinen Portion, mehr als in so mancher Zitrusfrucht. Ihre Frische erkennst du am grünen, saftigen Kelchblatt und am intensiven Duft; sind sie erst einmal matschig oder riechen säuerlich, ist der beste Moment vorbei. Wasche Erdbeeren immer erst kurz vor dem Verzehr und mit Kelch, sonst ziehen sie Wasser und verlieren an Aroma – und bewahre sie maximal zwei Tage im Kühlschrank auf, am besten in einer flachen Schale, damit keine Druckstellen entstehen.
Kirschen – süß-säuerlicher Energiekick
Ab Mitte Juni bis in den August hinein reifen regionale Süßkirschen, gefolgt von den etwas herberen Sauerkirschen. Sie bringen rund 63 Kilokalorien pro 100 Gramm mit und sind reich an Kalium, das mit etwa 230 Milligramm für eine gesunde Muskel- und Nervenfunktion sorgt. Achte beim Kauf auf pralle, glänzende Früchte mit festem Stiel – fehlt dieser, trocknet die Kirsche schneller aus und verliert Saft. Im Kühlschrank halten sie sich bis zu einer Woche, wenn du sie ungewaschen lässt und erst vor dem Genuss abspülst; für längeren Vorrat kannst du sie entsteinen und einfrieren, so hast du auch im Winter einen Hauch von Sommer im Smoothie oder Porridge.
Zuckerschoten – knackig und vollständig essbar
Von Mai bis September hast du frische Zuckerschoten aus regionalem Anbau, der Juni markiert dabei den Übergang von Freiland- zu Haupterntezeit. Mit etwa 42 Kilokalorien und rund 5 Gramm Protein pro 100 Gramm sind sie eine tolle pflanzliche Eiweißquelle, die gleichzeitig reichlich Ballaststoffe liefert. Du erkennst top Qualität an leuchtend grünen, festen Schoten, die beim Biegen leicht brechen – sind sie welk oder gelblich, ist die Frische dahin. Bewahre sie im Gemüsefach auf und verbrauche sie zügig innerhalb von zwei bis drei Tagen; blanchiert und schockgekühlt lassen sie sich aber auch hervorragend einfrieren und behalten dabei Biss und Farbe.
Kohlrabi – milder Allrounder fürs ganze Jahr
Kohlrabi hat bei uns von Mai bis November Saison, im Juni kommen besonders zarte Knollen vom Freiland. Er bringt nur 27 Kilokalorien mit, dafür aber stolze 380 Milligramm Kalium und 65 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm – damit schlägt er viele andere Kohlsorten um Längen. Greif zu kleineren Knollen mit glatter, fester Schale und frischen Blättern, denn große Exemplare werden schnell holzig und faserig. Entferne das Grün vor der Lagerung, damit die Knolle nicht austrocknet, und bewahre sie im Kühlschrank auf; roh geraspelt oder in dünne Scheiben gehobelt macht sie sich perfekt in Salaten, während sie gekocht auch für Suppen und Pürees eine feine Basis ist.
Mangold – farbenfroher Nährstoffbooster
Mangold bereichert von Juni bis Oktober die heimischen Beete, und gerade jetzt im Frühsommer sind die Blätter besonders zart. Mit nur 19 Kilokalorien pro 100 Gramm punktet er vor allem durch seinen hohen Gehalt an Vitamin K – über 800 Mikrogramm stecken drin – sowie ordentlich Magnesium mit rund 80 Milligramm. Achte auf kräftig grüne, knackige Blätter ohne braune Stellen und auf feste, glänzende Stiele; welke oder schlaffe Ware hat schon an Frische verloren. Im feuchten Tuch oder in einer Tüte hält er sich im Kühlschrank etwa drei Tage, am besten verarbeitest du ihn aber rasch nach dem Kauf – Stiele und Blätter kannst du separat nutzen, da die Stiele etwas länger Garzeit brauchen und sich toll mit Zitrone und Pinienkernen kombinieren lassen.
Wann haben Erdbeeren in Deutschland Saison?
Heimische Erdbeeren gibt es von Anfang Mai bis Ende Juli, mit dem Höhepunkt im Juni. Regionale Früchte sind deutlich aromatischer als importierte Ware, da sie voll ausgereift geerntet werden können.
Welches Gemüse hat im Juni Saison?
Im Juni startet die Haupterntezeit für viele Sommergemüse – neben Kohlrabi, Zuckerschoten und Mangold kommen jetzt auch Gurken, Radieschen, früher Brokkoli und junger Spinat frisch vom Feld. Ein Blick in den Saisonkalender zeigt dir genau, welche Sorten gerade regional verfügbar sind.
Was hat sonst noch Saison?
- Radieschen – knackig und scharf, perfekt für Salate
- Rhabarber – säuerlich-frisch, letzte Erntewochen bis Ende Juni
- Erbsen – zuckersüß und zart aus heimischem Anbau
- Salate (Kopfsalat, Eichblatt, Lollo) – frisch vom Freiland
- Frühkartoffeln – klein, festkochend und besonders aromatisch
- Spinat – junger Blattspinat in zweiter Welle
- Gurken – aus dem Gewächshaus oder vom Freiland
- Schnittlauch, Petersilie, Dill – Kräuter in voller Pracht
Praxis-Tipps für den Juni-Einkauf
- Kaufe Erdbeeren und Kirschen möglichst direkt beim Erzeuger oder auf dem Wochenmarkt – so sind sie erntefrisch und du vermeidest lange Transportwege, die das Aroma kosten.
- Plane kleinere Einkaufsmengen ein, da viele Sommerfrüchte und zartes Blattgemüse wie Mangold nur wenige Tage halten und schnell an Frische verlieren.
- Nutze überschüssige Erdbeeren und Kirschen zum Einfrieren oder für selbstgemachte Kompotte, die du portionsweise einfrieren kannst – so hast du auch im Winter regionale Frucht im Glas.
- Kombiniere Zuckerschoten roh mit Hummus oder einem Joghurt-Dip als schnellen Snack, der dich mit Eiweiß und Ballaststoffen versorgt, ohne schwer im Magen zu liegen.
- Wirf die Blätter von Kohlrabi und Radieschen nicht weg – sie lassen sich hervorragend zu Pesto verarbeiten oder kurz in der Pfanne andünsten und liefern zusätzliche Vitamine.
Jetzt die Sommerfrische genießen
Der Juni schenkt dir eine bunte Palette an Aromen, Farben und Nährstoffen, die deinen Speiseplan bereichern und den Körper optimal auf warme Tage vorbereiten. Wenn du noch mehr Inspiration für eine ausgewogene, saisonale Ernährung suchst oder deine Fortschritte dokumentieren möchtest, wirf einen Blick in unser Ernährungstagebuch – und finde bei Bedarf passende Ernährungsberater, Coaches und Gesundheitsexperten in deiner Nähe, die dich individuell begleiten.

